Impressum | Home

Stromsparen liegt im Trend

Wer nächsten Samstag, 28. März 2009, abends bei einem romantischen Spaziergang entlang der Alster schlendern möchte, der wird dies nicht vor der gewohnten Kulisse beleuchteter Gebäude tun können, sondern sich im Dunkeln einen Weg um das berühmte Hamburger Gewässer bahnen müssen: Denn zwischen 20.30 Uhr und 21.30 werden die Hansestadt und seine Einwohner an der vom WWF initierten „Earth Hour“-Aktion, die 2007 in Sydney erstmals durchgeführt wurde, teilnehmen und eine Stunde das Licht ausmachen. Mehr als eine Milliarde Menschen soll sich an der symbolträchtigen Klimaaktion beteiligen, erhoffen sich die Organisatoren. Bereits über 1000 Städte haben ihre Unterstützung angekündigt.

Obwohl Kritiker den Sinn und die Wirkung einer solch inszenierten Aktion in Frage stellen und „mehr Taten als Symbole“ fordern, zeigt sie einmal mehr, dass ein Klimawandel im globalen Bewusstsein stattgefunden hat – und zwar für den Klimawandel.

Viele Leute scheinen die Klimaproblematik erkannt zu haben, viele werden solange nichts tun, bis ihnen das Wasser - im wahrsten Sinne des Wortes – zum Hals steht. Dass ein Umdenkungsprozess im Gange ist, zeigt auch das zunehmende Medienecho und die vielen Informationsseiten zum Klimaschutz im Internet: Wer was tun will, drimmt seinen privaten Haushalt auf Umwelttauglichkeit, lautet das Motto im Netz.

Die Lichter im Haus sollten nur da brennen, wo sie auch wirklich benötigt werden. Der Nutzung des Sonnenlichts sollte eine stärkere Rolle beigemessen werden: als kleines Beispiel dient der Tipp, Arbeiten nahe dem Fenster zu verrichten, um so tagsüber ohne elektrisches Licht auszukommen.

Auch der richtige Umgang mit der Waschmaschine kann sich zu Gunsten der Umwelt auszahlen: Verschiedene Experten raten dazu, Waschmaschinen immer voll zu beladen – so könne auf einige Waschvorgänge im Jahr verzichtet und Strom gespart werden. Auch sei das Vorwaschprogramm von der „To Do“-Liste zu streichen: die Wirkung sei zu klein, der Stromverbrauch zu groß.

Zu den größten Stromfressern im Haus zählt der Computer – also gilt auch hier: nur dann eingeschaltet lassen, wenn er auch wirklich benötigt wird. Da speziell der Monitor sehr viel Energie verschlingt, sollte man auch die Dauer zur Abschaltung des Monitors einstellen – auch dies eine Maßnahme, die dem Klima hilft und dem Verbraucher keinen wirklichen Aufwand bereitet.

Eine jüngst veröffentlichte, unter 2000 Deutschen durchgeführte Studie hat ergeben, dass bereits 64 Prozent aller Befragten bewusst darauf achten, im Alltag Strom zu sparen. Vor allem dem Punkt, elektrische Geräte nicht im „Stand-by-Modus“ schlummern zu lassen, sondern ganz auszumachen, wird laut Studie die größte Beachtung geschenkt.