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Stromversorger in Deutschland

Das leidige Thema der Strompreisentwicklung bereitet nicht nur vielen Verbrauchern Kopfzerbrechen, auch haben einige Kunden große Fragezeichen hinter die Ursachen der ständigen Strompreiserhöhungen zu setzen: Er gilt als komplexes Konstrukt, dieser Energiemarkt. Wie alle Produkte, Dienstleistungen und Erzeugnisse unterliegt auch der Strom dem Spiel der Märkte, sprich der Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Immer wieder werden teilweise massive Strompreiserhöhungen mit den Mehrkosten alternativer Energien begründet. Die ständig steigenden Abgaben für erneuerbare Energien und die extrem gestiegenen Beschaffungskosten seien für die steigenden Preise verantwortlich, lassen die Stromkonzerne verlauten. Aber auch die Netznutzungsentgelten würden ihren Teil, sehr zum Leidwesen der Verbraucher, zu den hohen Energietarifen beitragen. Trotz teils kräftiger Kritik an den ständigen Preiserhöhungen, boxen finanzstarke Stromgiganten wie E.On oder RWE immer wieder neue Erhöhungen durch.

Trotz Liberalisierung des Marktes und der Möglichkeit auf Wechsel des Stromanbieters, lassen viele Verbraucher die teilweisen horrenden Tarife über sich ergehen. Würden 14,8 Millionen private Haushalte aus dem bestehenden Grundversorgungsvertrag des örtlichen Versorgers zum günstigsten Anbieter wechseln, könnte jeder Haushalt jährlich knapp 300 Euro sparen, ermittelte das Portal Verivox.

Obwohl seit 1998 das staatliche Monopol aufgehoben ist, wird der deutsche Strommarkt praktisch von vier großen Unternehmen kontrolliert: Sie bestimmen die Spielregeln. Die Transparenz dieser Stromriesen ist oft unzureichend, auch ist nicht klar, inwiefern sie Rabatte von Lieferanten in die Angebote der Kunden einfließen lassen.

Bereits wurde das Jahr 2009 medial als „Strom-Horror-Jahr“ bezeichnet: Dem Verbraucher drohen immense Kostenerhöhungen. Nachdem bereits zu Jahresbeginn eine Welle der Tariferhöhungen über Deutschland geschwappt ist, wird ähnliches in den kommenden Monaten blühen.